







Die traditionelle Tagesreise der Wählergemeinschaft Emmerichenhain e.V. führte im August zu Sehenswürdigkeiten im Sauerland. Eine Schifffahrt auf dem Biggesee, eine geführte Besichtigung durch die bekannte Atta-Höhle und ein Bummel in Attendorn boten den Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm.
Nachdem Christian Buchner die Gäste begrüßt und den Organisatoren für ihre Arbeit gedankt hatte, lieferte Axel Göbel einige Informationen zur Entstehung des Sees und der damit verbundenen Umsiedlung ganzer Ortschaften.
Bei zunächst noch kühlen Temperaturen startete die Schifffahrt auf dem größten See des Sauerlandes, der vor 60 Jahren fertiggestellt wurde. Hier konnte man viele Eindrücke von der Schönheit der Natur und der Größe des Gewässers gewinnen. Nach einem reichhaltigen Imbiss an einer Poorte, einem ehemaligen Stadttor der Hansestadt Attendorn, erfuhren die Westerwälder einiges über die Geschichte der Stadt und die Bedeutung dieser Stadttore. Sehr interessant waren auch die Ausführungen zum traditionellen Osterfeuer, das jedes Jahr Generationen übergreifend veranstaltet wird und das Osterfest einläutet.
Bei sehr feuchtem und angenehme kühlen Klima mit neun Grad Celsius konnten die kunstvollen Gebilde von Stalagmiten und Stalaktiten der Atta-Höhle bestaunt werden. Die Kinder und Jugendlichen waren besonders begeistert von den unterschiedlichen Gängen und den phantasievollen Namen der Tropfsteingebilde.
Nachmittags war ausreichend Gelegenheit, sich mit heißen oder kühlen Getränken zu erfrischen oder die mittelalterliche Hansestadt kennenzulernen.
Nach einem gemeinsamen Abendessen in einem zünftigen Lokal der Stadt wurde wieder die Heimreise in den Westerwald angetreten.

HB/LP | Foto: © Christian Göbel
Mit dem Duft frisch gebackener, rustikaler Brote begann die Besichtigung einer Besuchergruppe der Wählergemeinschaft e.V. in der Limburger Bäckerei „Schäfer – Dein Bäcker“.
Von den Zutaten, über die Teigherstellung und Aufarbeitung bis zum Backen erhielten die Teilnehmer vielfältige Eindrücke einer modernen Bäckerei, die neben modernster Technik aber auch viel handwerkliches Geschick einsetzt. Da die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte in dem Unternehmen eine große Bedeutung hat, wurde eigens zur handwerklichen Schulung eine Lehrlingsbäckerei eingerichtet, die im Rahmen der Dualen Ausbildung als Ergänzung des Berufsschulunterrichts und der betrieblichen Stationsausbildung dient. Mitarbeiterschulung und -weiterbildung sowie eine attraktive Entlohnung machen das Unternehmen zu einem begehrten Arbeitgeber in der Region.
Geschäftsführer Johann Schäfer begrüßte die Gäste im Schulungsraum des Verkaufspersonals und stellte die Entwicklung der Bäckerei in den letzten 100 Jahren vor. Vom Stammsitz in Elz, über eine Erweiterung in der Brückenvorstadt Limburgs bis zum jetzigen Standort im ICE-Bahnhof wuchs das Unternehmen ständig und betreibt zurzeit über 200 Verkaufsstellen. „Wir versuchen, attraktive Standorte zu besetzen oder übernehmen diese von Bäckereien, die keinen Nachfolger haben“, erklärte Johann Schäfer. Dabei sei es wichtig, im Cafébereich eine Wohlfühloase zu schaffen, die den Treffpunkt zur Kommunikation oder die Möglichkeit einer Pause eröffne.
Seit einem Jahr hat „Schäfer – Dein Bäcker“ eine Verkaufsstelle im Eingangsbereich von Emmerichenhain, die sich großer Beliebtheit erfreut. Um auch einen Eindruck über die Produktion der Backwaren zu erhalten, konnte der Verein nach Gesprächen mit den Verantwortlichen des Betriebs einen weiterführenden Termin zur Besichtigung vereinbaren.

HB/LP | Foto: © Horst Buchner
Emmerichenhain ist im östlichen Bereich eine große Baustelle. Neben der Renaturierung der Nister findet der Ausbau des Nisterweges und die Erweiterung der Regenbogen-Kindertagesstätte statt. Über den Ausbau des Nisterweges und den Stand des Anbaus der Kindertagesstätte informierte sich ein Teil der Stadtratsfraktion der Wählergemeinschaft Emmerichenhain e.V.
Die Erschließung und der Ausbau der Straße zum Wohngebiet im Bereich der Kindertagesstätte neigt sich allmählich dem Ende zu und wird voraussichtlich im August fertiggestellt sein. In Gesprächen mit der neuen Beigeordneten im Stadtrat, Myriam Mauden-Ebener, äußerten sich die Anwohner sehr positiv über die Zusammenarbeit mit dem ausführenden Unternehmen aus Rennerod. Teilweise etwas skeptisch sehen die Fraktionsmitglieder die Grünstreifen im Bereich der KiTa, da dadurch wichtige Parkflächen für die Mitarbeiter fehlen. „Insgesamt aber wird dieser ruhige Wohnbereich entlang der Nister wesentlich aufgewertet“, sagte Anwohne und Fraktionssprecher Marvin Vogel. Er betonte aber auch die damit verbundene finanzielle Belastung der Anwohner, da es sich um einen Erstausbau handele. Insgesamt sei die Maßnahme mit sehr viel Rücksicht aller Beteiligten geprägt. „Auch wenn wir infolge mancher Arbeiten an einigen Tagen keine Zufahrt zu unseren Grundstücken hatten und die Fahrzeuge auf dem Laurentiusplatz abstellen mussten, waren die Belastungen doch erträglich“, berichtete Anwohner Armin Schneider. Teilweise problematisch gestaltete sich das Erreichen der Regenbogen-KiTa, da dort zeitgleich Bauarbeiten mit den damit verbundenen Anlieferungen stattfanden.
Im Anschluss besichtigte die Gruppe den Fortschritt an den Bauarbeiten der neuen Küche der Kindertagesstätte, die dem Gebäude nun eine U-Form geben. Myriam Mauden-Ebener, seit Beginn des Jahres Leiterin, führte die Fraktionskollegen durch die Räumlichkeiten, die in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich abgeschlossen werden. „Die gesetzlichen Vorgaben des Landes haben die Stadt als Eigentümer des Gebäudes gezwungen, entsprechende Möglichkeiten zur Nahrungszubereitung und Essenseinnahme für Kinder zu schaffen“, erklärte die Leiterin. Sie führte weiter aus, dass die Innenarbeiten nun bald abgeschlossen sein würden und nur noch die Fassade sowie der Außenbereich fertiggestellt werden müsse. Mauden-Ebener zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt als Eigentümerin des Gebäudes und der evangelischen Kirchengemeinde als Betreiberin der Einrichtung. Die im Rahmen einer Betriebsvereinbarung geregelten Aufgabenbereiche habe sich seit 30 Jahren bewährt und man hoffe, dass auch dies für die Zukunft gelte.
Erstmalig in die Fraktion eingebunden wurde ein neues, junges Ratsmitglied der WG. Da Matthias Wendland berufsbedingt das Amt des Beigeordneten der Stadt niederlegte und Myriam Mauden-Ebener als Nachfolgerin gewählt wurde, rückte Janek Buchner in die Fraktion nach.


HB/LP | Fotos: © Marvin Vogel
